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Die offenen Fragen an die Politik
Der Biber breitet sich im Haster Wald aus – ein Erfolg für den Artenschutz, aber eine massive Herausforderung für unsere Infrastruktur. Das historische Entwässerungssystem im Wald umfasst über 50 Kilometer Gräben, die für die Sicherheit des Ortes Haste lebensnotwendig sind.
Bevor wir über Lösungen sprechen, müssen die Verantwortlichen auf Landes- und Kreisebene folgende fünf Kernfragen klären:


1. Wer sichert den Hochwasserschutz für Haste?
Unsere geplanten Regenrückhaltebecken (Hochwasserpartnerschaft) wurden auf Basis eines freien Grabenflusses berechnet. Durch den Biber-Dauerstau verlieren diese Anlagen ihr notwendiges Puffervolumen.
Die Frage: Wer übernimmt die Mehrkosten, wenn diese Becken nun wesentlich größer und technisch „biberfest“ (gegen Durchlöcherung und Verstopfung) gebaut werden müssen?


2. Wer bezahlt die dauerhafte Arbeit?
Das Land Niedersachsen fördert einmalig Material wie Rohre oder Gitter. Doch bei 50 km Grabenlänge ist eine wöchentliche Kontrolle und Reinigung durch den Bauhof oder Wasserverband nötig.
Die Frage: Wer trägt die dauerhaften Personalkosten für diese Mammutaufgabe? Bleibt diese Last am Ende beim lokalen Gebührenzahler hängen?


3. Warum wird Staatsvermögen vernichtet?
Der Haster Wald besteht größtenteils aus Staatsforst. Durch die großflächige Vernässung sterben wertvolle, jahrhundertealte Eichenbestände im Wert von Millionen Euro ab.
Die Frage: Wie rechtfertigt das Land Niedersachsen die bewusste Vernichtung von Staatsvermögen und den Verlust geschützter FFH-Lebensräume (Alteichenwälder) gegenüber dem Steuerzahler?


4. Wer haftet bei einem Vorflut-Kollaps?
Das Grabensystem im Wald ist die einzige Entwässerungsader für unseren Ort. Wenn das System durch Kaskadendämme blockiert wird, kann das Wasser bei Starkregen nicht abfließen.
Die Frage: Wer übernimmt die Haftung gegenüber den Bürgern, wenn Keller vernässen, weil das Land ein wirksames, großflächiges Management verweigert?


5. Wann kommt ein Konzept, das zur Realität passt?
Punktuelle Hilfen (wie „Bibertäuscher“) funktionieren bei einem verzweigten 50-km-Netz physikalisch nicht, da der Biber einfach wenige Meter weiter neu staut.
Die Frage: Wann legt das Umweltministerium ein Sonder-Managementkonzept vor, das der flächigen Dimension des Haster Waldes gerecht wird, statt auf wirkungslose Einzellösungen zu setzen?
Warum wir diese Fragen stellen:
Wir fordern ein ehrliches Management. Artenschutz darf nicht bedeuten, dass die Sicherheit unserer Infrastruktur und die finanzielle Belastung der Bürger ignoriert werden. Wir brauchen klare Zusagen vom Land, bevor das System kollabiert.

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Und nun macht es sich der Biber auch im Teich an der Rothrehre in Bad Nenndorf gemütlich...

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